Natürliche Öle

Die pflanzlichen Öle enthalten Lipide (= Fette), die der Haut sehr ähnlich sind, und können deshalb relativ leicht in die Hautbarriere eindringen und dort besonders gut verwertet werden. Um es einmal bildlich darzustellen: die Hautbarriere ist die äußerste Schicht der Haut und schützt sie vor allen möglichen Einflüssen, z.B. vor dem Austrocknen, vor Krankheitserregern, vor Schadstoffen oder vor UV-Strahlung. Dies geht natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, weshalb es wichtig ist, diese Hautbarriere zu schützen. Aufgebaut ist sie wie eine Mauer mit Backsteinen (das sind die Hornzellen) und Zement (das sind die Fette bzw. Lipidschichten). Und weil die Fette der pflanzlichen Öle unseren hauteigenen Fetten so sehr ähneln, funktionieren sie so gut in der Hautpflege.

image
image

Erlesene Öle

Jedes Öl zeichnet sich durch seine jeweiligen Fettsäuren und das entsprechende Spreitverhalten aus. Die wichtigsten Fettsäuren sind die Öl-, Palmitin- und Linolsäuren. Spreitverhalten bedeutet wie schnell ein Öl auf der Haut einzieht oder ob es eher auf der Haut aufliegt. Die 3 Spreittypen sind niedrigspreitende Öle (wirken lange und ziehen eher langsam in die Haut ein), mittelspreitige Öle (ziehen relativ schnell in die Haut ein und pflegen trotzdem lang anhaltend) und hochspreitende Öle (wirken eher kurzzeitig und ziehen dafür schnell ein).